Dienstag, 19. März 2013

Bestens geeignet für Sonntage im Garten: Mein Leben als Pingun, Katarina Mazetti


Mein Leben als Pinguin, Katarina Mazetti
erschienen am 15.07.11 im Ullstein-Verlag
304 Seiten, 8,99€ [D]

Bild und Inhalt via Ullstein-Verlag


Inhalt:
Wilma, Lehrerin und tapfere Optimistin mit Unterbiss, und Tomas, gutaussehender, aber eher trauriger Journalist, reisen an Bord der MS Orlowskij in die Antarktis. Zwischen Albatrossen, orangefarbenen Schwimmwesten und dem Kapitänsdinner erfüllt sich für Wilma endlich ein großer Traum, nachdem so viele nicht in Erfüllung gingen. Denn Touristen im ewigen Eis sind wie Pinguine - sie finden zueinander.


Aufbau:
Das Buch ist sehr interessant aufgebaut. Es gibt einmal die Hauptgeschichte, die aus der Sicht von den drei Protagonisten geschildert wird: Wilma, Tomas und Alba.
Daneben gibt es noch Kapitel aus der Sicht von anderen Passagieren. Die Autorin verweist in einem Vorwort darauf, dass man diese theoretisch einfach auslassen könnte, wenn man das wöllte, aber ich muss sagen, dass ich es im Nachhinein ziemlich traurig gefunden hätte, da diese Kapitel auch ziemlich amüsant waren.
Die Kapitel an sich sind auch sehr speziell meiner Meinung nach. Man hat das Gefühl, die Charaktere sprechen den Leser direkt an. An ein paar Stellen ist das sogar der Fall.


Charaktere:
Wilma ist Lehrerin an einer christlichen Schule und wohnt in einem kleinen Dorf in Schweden. Als unerschütterliche Optimistin hat sie es nicht leicht mit Tomas.
Tomas ist Journalist und ist die meiste Zeit auf Reisen. Er schwankt zwischen Liebe und Hass seiner Exfrau gegenüber, die mit dem Nachbarn samt ihren Kindern in die USA gezogen ist. Depressiv wie er ist, ist er die Reise eigentlich angetreten um sein Leben zu beenden.
Alba ist eine ältere Frau, deren Körper und Seele von ihrem Alter nichts wissen wollen. Sie hat schon die ganze Welt gesehen, überall gearbeitet und hat auf jedem Kontinent Bekanntschaften: unter anderem Meryl Streep. Jedoch würde sie nie mit ihren Erlebnissen prahlen. Sie macht sich einen Spaß daraus, die Passagiere mit den Tieren zu vergleichen, die sie auf ihren Ausflügen an Land sehen.

Mit den Charakteren bin ich sehr schnell warm geworden. Besonders Wilma, Tomas und Alba sind sympathisch. Auch wenn Tomas die meiste Zeit missgelaunt ist, habe ich ihn doch recht schnell ins Herz geschlossen.
Andere Charaktere sind weniger liebenswürdig, jedoch sind alle sehr unterschiedlich und für das Buch unentbehrlich.


Spannung:
Das Buch plätschert angenehm vor sich hin. Es wird nicht langweilig, jedoch hat sich bei mir auch keine große Spannung aufgebaut. Die war auch gar nicht nötig.
Im Laufe des Romans kamen immer mehr Fragen auf, deren Antworten dem Leser teilweise bis zum Schluss verborgen blieben.
Zum Beispiel, was es mit Wilma eigentlich auf sich hat. Hin und wieder bekommt der Leser einen Happen hingeworfen, jedoch wurde ich persönlich daraus nicht schlau.

Fazit:
„Mein Leben als Pinguin“ ist meiner Meinung lesenswert, da es alles mitbringt, das ein gutes Buch benötigt: sympathische Charaktere, eine interessante Handlung und einen angenehmen Schreibstil.
Es ist zwar nicht so spannend wie ein Thriller, aber für einen Sonntag im Garten bestens geeignet.

Kommentare:

  1. Das klingt eigentlich ganz interessant! Kann ja nicht jedes Buch so spannend wie ein Thriller sein ;)

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  2. Ich habe das Buch auch schon gelesen. Es ist wirklich lesenswert! (:
    Mir gefällt dein Blog übrigens sehr, sehr gut!

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„Besser kritisiert als ignoriert. Ich kann wunderbar leben mit schlechter Kritik.“ - Frank Farian

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